Noch keine Satzungsänderung

10. Oktober 2016

MV 2016 WD VfB Wappen

Das Interesse am VfB Stuttgart ist trotz des Abstiegs aus der 1. Bundesliga immer noch erstklassig – zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 9. Oktober 2016 kamen so viele der mittlerweile über 48.000 Mitglieder wie nie zuvor. Mehr als 3.500 Dunkelrote nahmen an der Veranstaltung teil, bei der Wolfgang Dietrich zum neuen Präsidenten sowie mit Hermann Ohlicher und Franz Reiner zwei neue Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt wurden. Sowohl die vom Verein vorgeschlagenen Satzungsänderungen als auch die eines Mitglieds, erreichten nicht die notwendige Dreiviertelmehrheit.

Die größtenteils im Projekt der „Vereins-Entwicklung VfB“ erarbeiteten Verbesserungen werden von zahlreichen Mitgliedern zwar als sinnvoll und wichtig angesehen, allerdings konnte das Gesamtpaket, in dem diese vorgeschlagen wurden, nicht überzeugen. „Einzelne Punkte müssen besser erklärt, besprochen und notfalls noch einmal überarbeitet werden. Da wurden ein paar Dinge nicht hinreichend kommuniziert“, meint ein Dunkelroter nach der Abstimmung in der Schleyer-Halle. Die Zustimmung zu zahlreichen Punkten – das machten einige Redner in ihren Wortmeldungen deutlich – ist allerdings nach wie vor vorhanden. Besonders der Bedarf, den Verein zu demokratisieren wird weiterhin gesehen.

Kernelemente des Pakets waren die Schaffung eines Vereinsbeirats, die verpflichtende Durchführung von Regionalen Versammlungen, das Stimmrecht ab 16 und die Brief- bzw. Online-Abstimmung. Insbesondere der letzte Punkt wurde von den Mitgliedern diskutiert. Andere Punkte wie z.B. die Aussprache möglicher Vereinsstrafen bei vereinsschädigendem Verhalten und die Verlängerung von Antragsfristen zur Mitgliederversammlung wurden kritisiert. „Wir stehen nach wie vor zu den Optimierungen, die zum größten Teil direkt von den Mitgliedern kommen und deren Vorteile noch nicht hinreichend vermittelt werden konnten“, sagt VfB Vorstand Stefan Heim. Die Vereinsführung ist davon überzeugt, das Projekt Vereins-Entwicklung weiter voranzutreiben: „Der gestartete Dialog mit den Mitgliedern ist vorbildlich. Wir werden den Austausch mit allen Dunkelroten auch in Zukunft suchen, um unseren VfB zu verbessern.“